Ein Angebot der Gimmeldinger Gästeführer


Ein Bach, der zwölf Mühlen antrieb
Bevor viele Quellen im Gimmeldinger Tal gefasst wurden, rauschte der Mußbach kraftvoller durch das Tal und das Dorf und war in der Lage, große Mühlräder zu drehen. Er hatte auch genügend Gefälle, und so hatte man insgesamt 12 Mühlen gebaut, die ganz verschiedene Aufgaben erfüllten, z. B. Mahlen, Sägen oder Schmieden. 

Die Stätten der ehemaligen Mühlen
Die Mühlenwanderung, zu der die Gimmeldinger Gästeführer einladen,  führt zu den Stätten der ehemaligen Mühlen im Tal und im Ort, die mit informativen Tafeln und Mühlsteinen markiert sind. Sie wurden z. T. schon 1976 aufgestellt, als der Verkehrs- und Verschönerungsverein unter Erich Metz den "Mühlenwanderweg" anlegte. Auch einen Mühlen-Schlussstein kann man entdecken. Jede Mühle hat ihre eigene Geschichte. Man kommt dabei auch durch die Holzmühlstraße, durch die einst der Mühlbach floss, der westlich des Dorfes vom Mußbach abgeleitet wurde und in Gimmeldingen mehrere Mühlen antrieb. 

Die wechselvolle Geschichte der Mühlen
Die Gästeführer berichten, warum die Mühlen für Gimmeldingen so bedeutend waren, dass z. B. während ihrer Blütezeit zwischen 1800 und 1850 die Einwohnerzahl von 1.000 auf 2.000 anstieg, außerdem, wie vielseitig die Wasserkraft in den Mühlen genutzt wurde und warum später ein Mühlensterben einsetzte. Es gibt auch geschichtlich Interessantes zu berichten, z. B. warum die Deidesheimer mit ihren Fuhrwerken plötzlich nicht mehr durch Gimmeldingen zu ihren Mühlen im hinteren Teil des Tales fuhren, sondern es vorzogen, sie mit Eseln über die Berge zu erreichen. 

Spätestens zum Abschluss bei einem Gläschen Wein in einem malerischen Winzerhof kann man noch mehr erfahren über den "Wasserstreit" zwischen Gimmeldingen und einem Nachbardorf, über Löschteiche, Fischzucht und die Erfolgsgeschichte der Familie Gienanth, die im Silbertal begann. Die Teilnehmer erwartet eine interessante und zugleich romantische Begegnung mit der "guten alten Zeit"!

Mandelblüte